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Herzlich willkommen!

Sie finden hier aktuelle Informationen zur GRÜNEN Politik in Voerde, wir laden Sie herzlich ein, sich über unsere Arbeit zu Informieren, gerne geben wir Ihnen auf Anfrage auch weitere Informationen.

Pressemitteilung der Grünen Voerde

Die Grünen in Voerde fordern alle Parteien im Rat unserer Stadt auf,
sich gemeinsam gegen Fracking im Bereich Voerde/Hünxe/Wesel zu stemmen
und ein eindeutiges Zeichen zu setzen:

Während man in NRW dank Rot-Grün mittlerweile Garzweiler II verkleinert
und viele Millionen Tonnen Braunkohle in der Erde und Menschen an ihrem
Wohnort belässt, träumen CDU und FDP wieder vom Fracking. Und den
vermeintlichen wirtschaftlichen Vorteilen, die die Gewinnung von
Schiefergas mit sich bringen soll. Genau das wird aber nicht passieren.

Auch unter Voerde soll diese Hochrisiko-Technologie eingesetzt werden,
an deren Ende es nur einen Gewinner gibt: Die großen Energieversorger.

Verlierer werden ein mal mehr die Bürger sein, die mit weiteren
Verschandlungen der Landschaft leben müssen.

Und noch wichtiger sind die zu befürchtenden erheblichen Auswirkungen
auf das Ökosystem: Von
verschmutztem Grundwasser bis hin zu von Menschen verursachte Erdbeben
wird der Niederrhein das gesamte “Potential” des Frackings erleben.

Auch und besonders die CDU und FDP in Voerde sind aufgefordert, hier
ihren Landes- und Bundesorganisationen zu widersprechen und gemeinsam
mit den übrigen Parteien und uns Grünen entschlossen gegen Fracking
vorzugehen!

Handelsabkommen TTIP – Das Trojanisches Pferd beim Sturm der Lobbyisten auf die Europäische Demokratie

Sven Giegold

Sven Giegold

Europa ist Freiheit. Entscheidungsfreiheit. Durch das direkt gewählte Europaparlament setzen Bürgerinnen und Bürger der EU dem Binnenmarkt Regeln: gegen giftige Chemie und Gentechnik im Essen. Für mehr Erneuerbare Energien und Banken, die endlich den Menschen dienen. Das ist ein Gewinn dank der Vereinigung Europas. Denn Deutschland ist im globalen Maßstab inzwischen zu klein für eine soziale Marktwirtschaft. Große Konzerne können einzelne Länder gegeneinander ausspielen. Auch die Banken haben das in der Krise oft getan. Nur gemeinsam kann die EU die Bedingungen diktieren. Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft, kurz TTIP, wird bisher vor allem für Chlor-desinfizierte Hühnchen, Genmais und Rindfleisch voller Hormone kritisiert. Auch wir wollen gesundes Essen, das sind richtige Argumente. Aber noch gefährlicher ist der Angriff durch TTIP auf unser demokratisches Recht, unsere Marktwirtschaft sozial und ökologisch gestalten zu können.

Denn im TTIP-Vertrag sollen neue Sondergerichte und ein Klagerecht speziell für Konzerne festgeschrieben werden. Scheinbar ungefährlich ist von “Investitionsschutz” die Rede. Konzerne bekommen “gerechte und billige Behandlung” garantiert. Doch dahinter verbergen sich knallharte Regeln zum Schutz der politischen Interessen von großen Investoren. In solchen Schiedsgerichten entscheiden nicht Richter, sondern spezialisierte Anwälte, die oft vorher Konzerninteressen vertreten haben. Verhandelt wird geheim. Entscheidungen können nicht durch ordentliche Gerichte angefochten werden. Die Folge: Mit Verweis auf diesen schwammigen Schutzstandard in schon bestehenden Verträgen klagt der Energiebetreiber Vattenfall gegen den Atomausstieg in Deutschland und verlangt über 3,7 Mrd. Euro Schadensersatz. Durch TTIP entstünde ein umfassendes privilegiertes Rechtssystem für internationale Investoren. Dem müssten sich alle TTIP-Mitgliedstaaten, deren Parlamente, Regierungen und sogar Gerichte unterordnen.

Inzwischen sagt die Bundesregierung, diese neuen Schiedsgerichte seien gar nicht nötig. Das Verhandlungsmandat gilt aber weiter. Wenn die Bundesregierung Investor-Staats-Klagen wirklich ablehnt, muss sie auch das Freihandelsabkommen mit Kanada ablehnen oder ändern. Der “CETA” abgekürzte Vertrag ist zwar fertig verhandelt, aber weder vom Rat noch vom Europaparlament beschlossen. Würde er in Kraft treten, könnten amerikanische Konzerne von ihrem Sitz in Kanada klagen. Auch ohne TTIP. Quebec wird bereits nach ähnlichen Regeln wegen dem Moratorium für Fracking verklagt. Beide Abkommen gehen so gar nicht.

Mit Blick auf die europäische Erfolgsgeschichte wären solche Sondergericht jedenfalls ein riesiger Rückschritt. Die europäische Einigung brachte Frieden. Die soziale Marktwirtschaft brachte große Fortschritte zu Sozialem Frieden in die Gesellschaft. Ihr geistiger Vater, Alfred Müller-Armack, Staatssekretär unter Ludwig Erhard wollte, dass der Markt als “tragendes Gerüst” in “eine bewusst gesteuerte, und zwar sozial gesteuerte Marktwirtschaft” eingebettet wird. Bürgerbewegungen und Grüne Parteien haben zum sozialen auch ein ökologisches Gerüst dazu gebaut. In den 1970ern wehte der Saure Regen über europäische Binnengrenzen und langsam übernahm die EU den zum Handel passenden Umweltschutz. Giftige Chemikalien konnten zurückgedrängt werden, aus unserer Nahrung, den Flüssen und der Luft. Agro-Gentechnik ist bisher in Europa verboten. So wie 78 Prozent der Menschen in Deutschland es wollen. Fortschritt kam oft langsam, war mühsam erkämpft. Aber je mächtiger das Europaparlament wurde, desto mehr konnte es den Willen der Bürgerinnen und Bürger durchsetzen. Massentierhaltung, Kohle und Atom, betrügerische Banken: bisher können wir hoffen, dass Protest und neue Mehrheiten Probleme lösen konnten.

Ob die Demokratie noch reagieren kann, steht jetzt aber auf dem Spiel. Ein Ende des sozialen und ökologischen Fortschritts droht durch die dauerhafte “regulatorische Zusammenarbeit”, mit denen TTIP zum “lebenden” Vertragswerk werden soll. Die Gremien, die Leben in den Vertrag bringen sollen, klingen aber eher nach Frankenstein. Dort sollen Lobbyisten diskutieren, ob von den Parlamenten diskutierte neue Regeln schädlich für den Handel im Geltungsbereich des TTIP sein könnten. Schon jetzt kritisieren Viele zu Recht den Einfluss von Lobbyisten in Brüssel. Aber obwohl es viel mehr Lobbyisten als Abgeordnete gibt, behält die Demokratie immer wieder die Oberhand. Wenn TTIP käme, würden die Machtverhältnisse umgekehrt. Lobbyisten und der US-Kongress bekämen ein Veto in europäischen Entscheidungen. Das ist nicht die Freiheit, die wir an Europa lieben.

Eine öffentliche Debatte über diese Bedenken ist kaum möglich, weil die laufenden Verhandlungen geheim sind. Um endlich frei diskutieren zu können, haben wir Grünen das Verhandlungsmandat jetzt unter www.ttip-leak.eu veröffentlicht, damit sich alle selbst ein Bild davon machen können. Wichtige Teile der Verhandlungen bleiben aber geheim. Dabei kennen NSA und amerikanische Verhandler die Papiere doch wahrscheinlich ohnehin. Und warum macht die EU dann ihre Positionen in Verhandlungen der Welthandelsorganisation und bei Welt-Klimagipfeln öffentlich?

Wir wollen die volle Transparenz der Verhandlungen um TTIP. Wir wollen ein Verhandlungsmandat, das unsere demokratische Selbstbestimmung und unsere sozialen und ökologischen Standards unangetastet lässt, und keine Sonderrechte für Konzerne schafft. Deshalb werden wir die Europawahl am 25. Mai zu einer Abstimmung über TTIP machen. Ohne neues, viel schlankeres Verhandlungsmandat gibt es mit uns kein Abkommen. Der Sozialdemokrat Martin Schulz und der Konservative Jean-Claude Juncker kämpfen bei der Wahl um den Job als EU-Kommissionspräsident. Beide werden zu einer Mehrheit Koalitionspartner brauchen. Unsere Grünen Stimmen bekommt nur, wer die Demokratie und das Gemeinwohl in der EU schützt.

——–
Sven Giegold, Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen zur Europawahl 2014, ist wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Grünen Europafraktion und seit 2009 im Europaparlament. Er wuchs in Hannover auf, gründete Attac mit und hat Wirtschaft, Politik und
Erwachsenenbildung studiert. Mehr: http://www.sven-giegold.de/

Mehr Grün – für ein besseres Europa

Sven Giegold

Sven Giegold

Am 25. Mai geht es nicht nur um eine Wahl – es geht um die Europäische Einigung! Populisten von links und rechts wollen Europa renationalisieren. Wir Grüne stehen dagegen für ein Europa der Bürgerinnen und Bürger und für die Europäische Demokratie.

Doch die demokratischen Grundrechte in Europa sind bedroht, wenn z.B. in Griechenland das Geld für Krankenhäuser zusammengekürzt wird und viele Menschen keine Gesundheitsversorgung mehr bekommen. In Spanien ist über die Hälfte der Jugendlichen arbeitslos, das ist ein Problem für ganz Europa. Wir dürfen nicht zulassen, dass die verantwortungslose Zockerei der Finanzindustrie den wirtschaftlichen Zusammenhalt Europas zerstört. Wir Grüne stehen für eine Europäische Wirtschafts- und Sozialunion mit gemeinsamen sozialen Grundrechten und Mindesteuersätzen.

Um aus der Krise zu kommen, brauchen wir keine Abwicklung der Europäischen Klimapolitik, wie die Große Koalition sie unterstützt, sondern Entschiedenheit und Investitionen. Zukunftsinvestitionen in Energie- und Rohstoffeffizienz, Erneuerbare Energien, Bildung, nachhaltige Landwirtschaft können uns in ganz Europa helfen aus der Krise zu kommen und unabhängig von teuren Ölimporten zu werden.

Die ökologische Frage können wir nur global beantworten, aber Europa muss voran gehen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. Nur wenn die EU klare Vorgaben macht. Die Energiewirtschaft gehört auf ein neues Fundament. Deshalb kämpfen wir Grünen gegen Atomkraftwerke – in Deutschland wie überall in Europa, diese Technologie gehört auf den Friedhof der Geschichte. Die Zukunft der Energie ist effizient und erneuerbar!

Europa kann nicht zulassen, dass an seinen Grenzen zu tausenden Flüchtlinge elendig ertrinken! Der Libanon hat ca. 900.000 Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Es ist skandalös, dass wir in Deutschland über 5.000 oder 10.000 überhaupt diskutieren. Wir Grüne wollen schnelle und unbürokratische Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland und Europa und ein Ende des menschenunwürdigen Umgangs mit ihnen.

Der politische Prozess wird immer mehr von Lobbyismus mächtiger Sonderinteressen manipuliert. Dem stellen wir Grüne uns entgegen – gerade in Europa. Wir wollen kein Handelsabkommen mit den USA, das Umwelt- und Verbraucherschutzstandards unterläuft und die Interessen großer globaler Konzerne über unsere demokratischen Rechte stellen würde. Deswegen fordern wir das Aussetzen der Verhandlungen und ein neues, viel engeres Verhandlungsmandat.

Viele BürgerInnen denken bei der EU an Bürokratie und Regelungswut. Wir meinen: Entscheidungen sollen so dezentral wie möglich gefällt werden. Wir wissen: Für die großen Zukunftsaufgaben wie Klimaschutz, Frieden, Menschenrechte und wirtschaftliche Stabilität brauchen wir mehr Europa. Gleichzeitig muss Europa lernen die Kirche im Dorf zu lassen: Die öffentliche Daseinsvorsorge – z. B. die Trinkwasserversorgung – wollen wir in der Hand der Kommunen belassen. Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit ihren Besonderheiten schützen wir auch in einer Europäischen Bankenunion.

Das Grüne Programm zur Europawahl finden Sie hier:

http://www.gruene.de/themen/europa/europawahlprogramm-2014.html

Das Manifest der Europäischen Grünen Partei “Change Europe. Vote Green.” hier:

http://europeangreens.eu/sites/europeangreens.eu/files/EGP%20Common%20Manifesto%20FINAL.pdf

Der unerschütterliche Glaube der CDU

Wir schreiben das Jahr 2014. Ganz Europa könnte seine Energie aus regenerativen Quellen beziehen. Nur ein paar Politiker leistet erbitterten Widerstand: Die CDU. Und natürlich die FDP. Ja, die gibt es noch ;-)

Denn heute morgen in der Rheinischen Post kann man lesen, mit welcher Dankbarkeit Oliver Wittke (CDU) die Anregungen des “EU-Energiekommissar” Oettinger (CDU) aufnimmt, man möge doch bitte endlich auch in Deutschland Fracking betreiben:

Der Vorstoß von EU-Kommissar Günther Oettinger für ein Fracking-Pilotprojekt in Deutschland löst eine neue Debatte über die umstrittene Fördertechnik aus. „Ich bin unbedingt der Meinung, dass NRW von einer solchen Fracking-Pilotanlage im Industriemaßstab profitieren würde“, sagte der Gelsenkirchener Bundestagsabgeordnete Oliver Wittke (CDU), der auch Sprecher der Arbeitsgruppe Ruhrgebiet in seiner Berliner Fraktion ist. Absoluten Trinkwasserschutz vorausgesetzt, könne „gerade die NRW-Industrie bei einem solchen Referenzprojekt ihre Leistungsfähigkeit beweisen“, so der ehemalige Bauminister: „Deutsche Ingenieure sind führend in der Entwicklung umweltfreundlicher Hochtechnologie.“

(…)

Unterstützung bekommen Oettinger und Wittke vom Bundesvorsitzenden der FDP, Christian Lindner, der zugleich die Fraktion im Düsseldorfer Landtag führt. Lindner sagte unserer Zeitung: „Steigende Energiepreise und die Krim-Krise zwingen uns zu neuem Denken.

Ja ne, ist klar.

Abgesehen davon, dass selbst in den USA inzwischen an der Wirtschaftlichkeit von Fracking gezweifelt wird, muss man doch mal fragen wie man hier von “umweltfreundlicher Hochtechnologie” sprechen kann. Hier wird anachronistich ein tiefes Loch gebohrt, in das ein hochgiftiger Cocktail von Chemikalien gepresst wird, um das Gas aus dem Schiefer zu lösen.

Die Auswirkungen reichen von menschlich induzierten Erdbeben über nachhaltige Vergiftungen des Grundwassers bis zu möglichen und noch nicht ausreichend untersuchten Langzeitschäden.

Hier wird einmal mehr deutlich, wie stark die Bindungen zwischen den großen Energieversorgern und der Politik nach wie vor sind. Das Spiel einen “neutralen” (also ohne genannte Partei) EU-Kommissar vorzuschicken und dann auf Bundes- und Landesebene das alles zu begrüßen kennen wir ja schon. Und auch das Klammern der FDP am Bein der CDU, um nicht vollends in der Versenkung zu verschwinden, ist nichts neues.

Es ist einfach nur bedauerlich, dass 2014 immer noch so kurzfristig auf Gewinne geschaut wird – und die anstehenden Herausforderungen unserer Welt weiterhin dem untergeordnet werden.

Unsere Spitzenkandidaten

Es ist im Wahlkampf normal, dass man seine “Spitzenkandidaten” vorstellt. Damit tun wir uns ein wenig schwer, denn bei uns sind alle Kandidaten und Kandidatinnen gleich wichtig. Jeder trägt seinen Teil zu unserer Politik bei und alle arbeiten gemeinsam an einer besseren Zukunft für Voerde.

Trotzdem stellen wir nun unsere ersten 6 Plätze auf der Reserveliste kurz vor, damit man auch ein Bild mit den Namen verbinden kann:

v. L. n. R. - Michael Klenner, Ulli Lütke, Gaby Rohr, Stefan Meiners, Ingrid Hassmann, Jörg Thomas

v. L. n. R. – Michael Klenner, Ulli Lütke, Gaby Rohr, Stefan Meiners, Ingrid Hassmann, Jörg Thomas

Ein paar Details zu den Kandidaten findet man hier: Klick!

Das Billionen-Dollar-Desaster

Unter der o. g. Unterschrift setzen sich ARD und WDR mal mit der Frage auseinander, wie hoch die Kosten für Atomstrom wirklich sind – und zwar vor allem die Kosten die entstanden sind, ohne das je auch nur eine Kilowattstunde erzeugt wurde. Oder die durch die Unfälle entstehen.

Und ohne es explizit sagen oder schreiben zu müssen wird klar: Würde nicht ein Großteil der Risiken und Kosten auf den Verbraucher “unbemerkt” umgelegt, wäre Atomstrom unbezahlbar teuer:

Allein in Deutschland summieren sich nach Recherchen des WDR die atomaren Fehlinvestitionen und der Aufwand etwa zur Sanierung der Asse und des Uranabbaus in Wismut auf umgerechnet mehr als 150 Milliarden US-Dollar. Wohlgemerkt: Es geht nicht um die Kosten der Atomenergie als solcher, sondern allein um jene Summen, die ohne jeden Gegenwert für die Atomkraft ausgegeben wurden.

Wer ein paar Minuten Zeit hat, sollte den Artikel

Das Billionen-Dollar-Desaster

mal lesen. Aber vorsicht, es droht schlechte Laune!

NRZ: Voerder Grüne lehnen Etatentwurf ab

Voerde.   Fraktion begründet ihr Nein insbesondere mit der Sportstättenverlagerung, für die andere Maßnahmen zurückgestellt würden

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wird den von der Verwaltung vorgelegten Haushaltsentwurf für 2014 ablehnen. Als ein Hauptargument führt sie die Sportstättenverlagerung auf das ehemalige Babcockgelände an: Wenn die Sanierung der Bäder und Hallendächer, die mehr dem Gemeinwohl dienten – zurück gestellt würden, um eine „politisch gewollte Maßnahme durchzupeitschen“, könnten die Grünen dem nicht zustimmen, stellt Fraktionssprecher Holger Mrosek fest. Die Grünen haben sich unlängst mit dem Etatentwurf auseinander gesetzt und dabei auf Kernthemen konzentriert.

Eines davon war die Sportstättenverlagerung in Friedrichsfeld – ein Projekt, das ihrer Einschätzung nach ein riesiges finanzielles Risiko birgt und „eine ökologische Katastrophe“ darstellt. Für den Bau des Sportparkes auf dem ehemaligen Babcockgelände müssen zirka neun Hektar Wald weichen.

Die Grünen haben den Eindruck, dass die Verwaltung die Alternativen „aufgrund des Zeitdrucks der Kommunalwahl nicht ausreichend geprüft hat“, macht Mrosek deutlich.

Ein Bäderangebot in der Stadt vorhalten zu können, stuft Mrosek als wichtiger ein. „Wieviele Badeunfälle passieren mit Kindern, die nicht schwimmen können?“, führt er als Begründung an. „Wir brauchen die Möglichkeit, dass sie hier schwimmen lernen können.“ Der Grünen-Fraktionssprecher fragt sich, was aus dem Bäderkonzept wird, das ein externes Büro im Auftrag der Stadt erarbeitet und im Juni 2013 vorgelegt hatte.

Alternativen in Ruhe ausloten

Einen großen Diskussionsbedarf sehen die Grünen auch in der Frage, welches Angebot es im Bereich der weiterführenden Schulen künftig geben soll. Seine Fraktion habe sich noch auf keine der fünf in Rede stehenden Optionen festgelegt, betont Mrosek. In der Diskussion ist die Gründung einer Sekundarschule, die Gründung einer Gesamtschule in städtischer oder in Trägerschaft der Caritas, eine Kooperation mit der Gesamtschule Hünxe in Form einer DependanceLösung und die Kooperation mit Dinslaken und Hünxe im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (die NRZ berichtete). Den Grünen sei es wichtig, „für jedes Kind ein entsprechendes Angebot zu finden – möglichst in Voerde“, betont Mrosek. Sie sähen lieber eine wohnortnahe Versorgung und dass das Reisen von Kindern „nur der Ausnahmefall ist“.

Mrosek appelliert, in der Schulfrage nicht unter Zeitdruck eine Entscheidung zu treffen. Die Alternativen müssten in Ruhe ausgelotet werden, ein zu schnelles Agieren in der Schulfrage sieht er als gefährlich an.

Der Grünen-Fraktionssprecher geht nicht davon aus, dass es noch vor der Kommunalwahl am 25. Mai einen Beschluss geben wird, hofft aber auch, dass der jetzige Stadtrat dem künftigen die Entscheidung so leicht wie möglich machen wird.

Petra Keßler

Fracking? Aber bitte nicht bei mir

Der Chef des Exxon-Konzerns, immerhin der “wertvollste” Konzern der Welt, hat ein Image-Problem:

Auf der einen Seite ist Exxon einer der Vorreiter im Fracking, also der Gewinnung “unkonventionellen” Gases. Auf der anderen Seite wurde jetzt bekannt, dass ausgerechnet jener Exxon-Chef sich gerichtlich gegen Fracking in der Nähe seines Grundstücks wehrt:

Unterstützung bekommen sie nun ausgerechnet von Rex Tillersen, er ist der Präsident des Fracking-Giganten Exxon Mobil und klagt gegen ein Gasförderprojekt. Was zunächst eher nach einer neuen Investigativgeschichte eines Satiremagazins klingt, ist tatsächlich ein Bericht des Wall Street Journal.

Schon der Bericht im Greenpeace-Magazin ist ein guter Lacher. Noch besser bringt es dann nur Fefe auf den Punkt:

Das wäre natürlich peinlich, wenn er das jetzt mit Krebs und brennendem Leitungswasser begründet hätte, daher sagt er, es ginge um den Blick von seinem Anwesen aus, der würde dadurch beeinträchtigt.

EU-Kommission erlaubt den Import von Genmais

Die EU-Kommission ist den Genmanipulierern ein großes Stück entgegen gekommen – Monsato und co wird es freuen:

Es gibt einen Genmais mit dem klangvollen Namen “Smartstax”, der erheblich umstritten ist, weil sie aus zwei anderen Genmaissorten gezüchtet wurde und weil sie in ihrem Wachstum nicht nur resistent gegen bestimmte Gifte ist – sondern selber einen ganzen Cocktail produziert. Die Zeit berichtet:

SmartStax wurde in der Vergangenheit auch als Super-Genmais bezeichnet, da er zwei bereits gentechnisch veränderte Maissorten kombiniert. Die neue Sorte ist nicht nur gegen zwei Unkrautbekämpfungsmittel resistent, sondern kann auch Gifte gegen sechs verschiedene Insektenarten wie etwa den Maiszünsler bilden.

Nach Monsato810, dessen Anbau berechtigt in Deutschland verboten ist, hat Monsato damit den zweiten Fuß in der Tür der Europäischen Union. Mit nicht kalkulierbaren Folgen für Natur, Tier und Mensch…

Die Suche nach einem guten Bürgermeister für Voerde

Zu der Suche nach einem Bürgermeister für Voerder erklärt Ulrich Lütke, Sprecher des Ortsverbands Voerde:

Erstmalig in der Geschichte der Voerder Grünen suchen wir gemeinsam mit der WGV und der Linken einen eigenen Bewerber für das Amt des Bürgermeisters.

Dies werden wir nach professionellen Gesichtspunkten durchführen .

Das mag der eine oder andere politische Gegner nicht ernst nehmen. Das wäre allerdings ein strategischer Fehler. Denn für uns es ein Signal:

Das Signal das wir mit neuen Formen die Stadt Voerde besser aufstellen wollen. Das heißt für mich als Sprecher der Voerder Grünen nicht mehr nur verwalten, sondern auch gestalten.

Ich will gemeinsam mit dem neuen Bürgermeister die Entwicklung der Stadt zielstrebig und innovativ vorantreiben.

So soll das Rathaus effizient als ein modernes und bürgernahes Dienstleistungsunternehmen mit hoher wirtschaftlicher und sozialer Kompetenz geleitet werden.
Es ist uns zu wünschen das wir eine passende Kanditatin bald vorstellen können.

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