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Herzlich willkommen!

Sie finden hier aktuelle Informationen zur GRÜNEN Politik in Voerde, wir laden Sie herzlich ein, sich über unsere Arbeit zu Informieren, gerne geben wir Ihnen auf Anfrage auch weitere Informationen.

Pressemitteilung zur Diskussion um die 65. Änderung des FNP Voerde

Derzeit wird in Voerde die Absicht der Bezirksregierung diskutiert, die beantragte 65. Änderung des Flächennutzungsplans nicht zu genehmigen. Hierüber wurde die Stadt Mitte August von der Bezirksregierung in Kenntnis gesetzt und zu einer Stellungnahme aufgefordert. Schon jetzt ist klar, dass damit der aktuelle Zeitplan zur Verlagerung der Sportstätten sich um mindestens 1 Jahr verschiebt. Bleibt es bei der Versagung durch die Bezirksregierung, wird dieser Verzug schnell auf 3 bis 5 Jahre anwachsen.

Hierzu erklärt der Sprecher der Fraktion Bündni90 / die Grünen im Voerder Stadtrat, Stefan Meiners:

“Niemand in der Verwaltung kann ernsthaft sagen, er habe die aktuelle Entwicklung nicht kommen sehen. Schon Mitte Mai hat sich der Kreis Wesel auf Aufsichtsbehörde der Grünen Ansicht angeschlossen, dass der Abwägungsprozess der Standorte nicht ordnungsgemäß verlaufen ist. Dieser Argumentation, die damals unter dem Verweis auf das später folgende B-Plan-Verfahren nicht diskutiert werden sollte, schließt sich nunmehr die Bezirksregierung bereits für das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans an.

Schlimmer wiegt jedoch nach Ansicht der Grünen Fraktion, dass die Bezirksregierung der Stadt Voerde drei weitere, teils schwer wirkende Versäumnisse zur Last legt: Zunächst wird darauf hingewiesen, dass nach Düsseldorfer Ansicht eine Sportanlage von der Größe gar nicht als “Grünfläche” geplant werden darf. Zweitens wird darauf verwiesen, dass die Planung die Überplanung der Altstandorte nicht mit einschließt und Voerde in der Folge planrechtlich ein deutliches Übergewicht an Sportanlagen aufweist. Der dritte neue Vorwurf ist jedoch der scheinbar härteste:

Wie man der Presse entnehmen konnte, wirft die Bezirksregierung der Stadt Voerde eben auch vor, den Rat nicht ausreichend informiert zu haben.  Hierzu ein Zitat aus der NRZ vom 30.08.:
‘Als „unrichtig“ und „irreführend“ bezeichnet die Bezirksregierung die im Umweltbericht – darin ist das Ergebnis der artenschutzrechtlichen Vorprüfung dargestellt – formulierte Prognose, „Artenschutzkonflikte“ könnten im Bebauungsplanverfahren gelöst werden. Die Mitglieder des Stadtrates hätten deshalb am 13. Mai ihre Entscheidung über die Änderung des Flächennutzungsplanes unter falschen Annahmen gefasst.’

Dieser Vorwurf wiegt alleine schon schwer. In der Gesamtheit aller Bedenken der Bezirksregierung erscheint es auch kaum möglich, mit der von der Stadt angeforderten Stellungnahme das Boot zu wenden und die Bezirksregierung zum Einlenken zu bewegen.

Wir Grünen rufen daher erneut die Verwaltung und die Sportplatzbefürworter auf, schnellstmöglich an den Planungs- und Verhandlungstisch zurück zu kehren und einen Plan B zu entwickeln – sei es ein Alternativstandort oder doch eine Sanierung, die möglicherweise am Schnellsten umsetzbar ist. Auf keinen Fall darf es zu weiteren Verzögerungen kommen, weil man den Kopf in den Sand steckt und hofft, dass am Ende doch noch alles gut wird. Schon das eine Jahr Verzögerung ist für die betroffenen Sportler kaum ertragbar und hätte durch eine besonnenere Planung verhindert werden können.”

Startschuss zur Elternbefragung gefallen

In der gestrigen Ratssitzung ist mit großer Mehrheit der Beschluss gefasst worden, die Elternbefragung zur Schulentwicklung zu starten:

Mit 38 Ja-Stimmen aus den Reihen von SPD, CDU, Grünen, Wählergemeinschaft (WGV), Linken, des parteilosen Ratsherrn Hans-Peter Bergmann und des Bürgermeisters Dirk Haarmann votierte der Stadtrat dafür – womit nun die weiteren Verfahrensschritte eingeleitet werden können

Quelle. NRZ

Nach eigener Auskunft kann die Verwaltung bereits heute beginnen, die notwendingen Unterlagen über die Schulen an die Eltern zu verteilen. Dann sind diese gefordert anzugeben, welche Schulform(en) sie für ihre Kinder und sich in Voerde haben wollen.

Die NRZ hat noch einmal zusammengefasst, wie der genaue Verlauf ist, und welche Termine es zu beachten gibt: 140827_NRZ_Elternbefragung (PDF)

Schulentwicklung Voerde – Wichtige Weichen werden heute gestellt

Im Stadtrat von Voerde soll heute ein sogenannter “Tendenzbeschluss” gefasst werden. Dahinter verbirgt sich, dass die Politik Ihren Willen ausdrücken wird, in Voerde und für Voerde eine neue Gesamtschule zu errichten. Im unmittelbaren Anschluss daran wird dann die Verwaltung eine Elternbefragung starten.

Diese Befragung ist letztlich das Instrument, dass der Gesetzgeber vorgesehen hat um zu verhindern, dass “Politik im Elfenbeinturm” über den Willen der Eltern befindet. Und auch in Voerde, wo vor allem die beiden Zukunftswerkstätten ein deutliches Bild geliefert haben, wird man mit Spannung auf das Ergebnis der Befragung warten.

Natürlich bleibt das nicht ohne Diskussion. So stellt sich vor allem W. Ellenberger, der bei der letzten Kommunalwahl als Einzelbewerber für den Rat gescheitert ist, wieder in die Öffentlichkeit. Er wettert gegen die Gesamtschule, gegen die Politik, ja selbst gegen den Gutachter.

Die aufkommenden Diskussionen inklusive den üblichen “Flugblättern” lassen natürlich auch alle anderen in Voerde aufhorchen. Vor allem, wenn mit falschen und ungenauen Aussagen die Eltern verunsichert werden sollen.

Denn schließlich sollte man gerade die Frage nach der zukünftigen Schullandschaft einer Stadt möglichst nicht mit Emotionen diskutieren. Sondern an den Fakten orientiert. Die in Voerde unter anderem lauten, dass wir erstens zukünftig keine 500 Kinder mehr auf weiterführende Schulen schicken, sondern nur noch ca. 270 pro Jahr. Zu wenig für 3 Schulen. Und zweitens, dass schon heute mehr als ein Drittel (!) aller Schüler zum Lernen die Stadt verlässt.

Insofern ist es bemerkenswert, dass am Samstag eine Pressemitteilung veröffentlicht wurde, die von fast allen Akteuren der Politik in Voerde gemeinsam geschrieben wurde: Wir Grünen, die WGV, die Linke, die SPD, der fraktionslose Ratsherr und sogar die in der Frage nicht einheitlich aufgestellte CDU haben über die NRZ und die RP noch ein Mal betont, wie in Voerde die weitere Entwicklung voran gehen wird. Mit und nicht über die Köpfe oder gar gegen den Willen der Eltern hinweg. Und das eben nicht heute über das Aus der Realschule entschieden wird, wie oft fälschlich behauptet.

140823_NRZ_Schulentwicklung (PDF)

140823_RP_Schulentwicklung (PDF)

Kurz darauf meldet sich auch die FDP in Voerde noch ein Mal zu Wort. Deren einziger Vertreter im Rat, Bernhard Benninghoff, gibt sich pikiert:

Zum einen bestätigt er, dass er an der Erklärung nicht beteiligt war. Zum anderen wurder er aber auch nicht zu dem vorangegangenen Gespräch eingeladen und hat somit erst aus der Zeitung von der gemeinsamen Erklärung erfahren.

140825_RP_Benninghoff zur Schulentwicklung (PDF)

Aber bevor hier falsche Eindrücke entstehen: Vielleicht wurde die FDP ja auch deshalb nicht eingeladen(*), weil man erwarten musste, dass sie sich einer gemeinsamen Erklärung ohnehin verweigert.

Denn man darf ja nicht außer Acht lassen, dass die FDP ja die Partei ist, die sich auch gerne schon mal in Verschwörungstheorien ergeht. Aktuell: Ungeachtet der fast gleichlautenden Aussagen des Kreises ist das angekündigte Nein der Bezirksregierung Düsseldorf zur Verlagerung des Sportparks nicht das Ergebnis falscher Abwägungsprozesse der Stadt. Sondern schlicht Kungelei:

Ganz einfach: man kungelt total transparent mit den grünen Parteifreunden – pardon: mit der grünen ParteifreundIn – auf einflussreichem Posten, über dessen Besetzung die Bürger praktischerweise nicht unmittelbar entscheiden können. So ein kleiner Plausch unter gleichgesinnt-linientreuen IdeologInnen – da kommen dann schon einmal Entscheidungen heraus, die den Bürgerwillen konsequent ignorieren.

Wenn ein Herr Benninghoff ernsthaft glaubt, dass die Grünen in Voerde Einfluß auf die Präsidentin der Bezirksregierung haben, dann wirft das auch ein interessantes Licht auf das interne Politikverständnis der FDP. Das gilt übrigens auch dafür, wie die Funktion der Regierungspräsidentin / des Regierungspräsidenten besetzt wird.

Da sollte die FDP, da sollte Herr Benninghoff jetzt doch einmalt tief in sich gehen und überlegen, warum man wohl nicht eingeladen wurde. Vielleicht gilt man mit der derzeitigen “wir gegen alles”-Haltung in Voerde einfach nicht als verlässlicher Gesprächspartner, wenn es um schwierige und tief greifende Entscheidungen geht.

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(*) Warum die FDP tatsächlich nicht eingeladen wurde, ist nicht bekannt. Die Grünen waren ebenfalls eingeladen und nicht Einlader.

Sportpark F’feld

In den letzten Tagen konnte man verschiedentlich in der Presse lesen, dass die Bezirksregierung Düsseldorf der Stadt Voerde die Änderung des Flächennutzungsplanes zu untersagen gedenkt. Diese ist notwendige Voraussetzung dafür, dass die Stadt die Sportanlagen wie geplant im Babcockwald errichten kann:

Hintergrund der neuen Entwicklung ist ein vor wenigen Tagen im Rathaus eingegangenes Schreiben der Bezirksregierung. Die Aufsichtsbehörde teilt der Stadt darin mit, dass sie beabsichtige, die für eine Projektrealisierung notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes zu versagen, wie die Verwaltung in ihrer Mitteilung verlautet. Die Bezirksregierung meldet unter anderem Bedenken aufgrund der Inanspruchnahme von Wald, der von der Stadt vorgeschlagenen Ersatzflächen und im Hinblick auf den Artenschutz an – allesamt Aspekte, die nicht nur die Gegner des Projektes, sondern auch andere übergeordnete Stellen – darunter der Kreis Wesel zuletzt in einer Stellungnahme Ende April – artikuliert hatten.

Die Fraktion der Grünen in Voerde stemmt sich seit langem gegen die Verlagerung der Sportanlagen in den Babockwald – und das eben aus den Gründen die auch der Kreis Wesel im April und jetzt die Bezirksregierung ins Gespräch bringt.

Leider ist uns das Schreiben selbst noch nicht zugegangen: Die Verwaltung möchte den Fraktionen lediglich eine “kommentierte Fassung” zur Verfügung stellen. Offensichtlich möchte man zumindest versuchen zu beeinflußen, wie die politischen Entscheidungsträger das Schreiben aus Düsseldorf zu verstehen haben.

Hier soll jetzt auch kein “wir haben es gesagt” eine Rolle spielen. Vielmehr erwarten die Grünen im Voerder Stadtrat jetzt, dass sich CDU und SPD auf die Hinterbeine setzen und ganz schnell gemeinsam mit den Standortkritikern an einer Alternative arbeiten. Derzeit rechnet die Verwaltung mit mindestens einem Jahr Verzögerung in der Planung und Realisierung der neuen Sportanlage. Eine Verzögerung die zu 100% zu Lasten des Vereins geht. Eine Verzögerung die man hätte vermeiden können, wenn man nicht um jeden Preis am Babcockwald als Standort festgehalten hätte, sondern die Kritiker ernst genommen und gemeinsam eine Lösung gesucht und gefunden hätte.

Das die Verwaltung derzeit keinen Plan B in der Hinterhand hat, ist die logische Konsequenz. Denn trotz des schon alarmierend deutlichen Schreibens des Kreises aus April hat man weiterhin an den Plänen fest gehalten. Wer aber jetzt sagt, er sei von der ablehnenden Haltung aus Düsseldorf überrascht, hat möglicherweise einfach gepennt. Und wer jetzt sagt, dass sei eine unangemessene Einmischung in die kommunale Selbstverwaltung, der verkennt das es Aufgabe der Landesoberbehörden ist, sich genau dann einzumischen, wenn die kommunale Selbstverwaltung dabei ist, einen falschen Weg zu beschreiten.

Sobald uns das Schreiben der Bezirksregierung vorliegt, werden wir es im Detail analysieren und dann hier und in der Presse ausführlich Stellung nehmen. Bis dahin erneuern wir unser Angebot an die CDU und SPD, gemeinsam mit ihnen schnell an einem alternativen Plan B zu arbeiten. So, wie wir das in der Vergangenheit schon angeboten haben.

Grüne stimmen für Gesamtschule

Im Schulausschuss am 13.08.2014 haben wir Grüne für die Neugründung einer Gesamtschule in Voerde gestimmt.

Dabei war und ist uns bewußt, dass das automatisch auch das Ende der Realschule bedeutet – und das machte die Entscheidung alles andere als leicht. Die Realschule in Voerde hat lange Jahre einen sehr guten Ruf genossen und sehr gute Arbeit geleistet. Es scheint jedoch, dass wir dem endgültigem Ende des 3-gliedrigen Schulsystemes auch in Voerde nicht entfliehen können.

Maßstab unseres Verhaltens ist in den Schulfragen zuallererst und in letzter Instanz immer auch das Wahlverhalten der Eltern. In Zukunftswerkstätten und Befragungen vermittelten die Eltern in Voerde uns, dass sie sich neben einem Gymnasium vor allem eine Gesamtschule in Voerde wünschen – unter Berücksichtigung der Tatsache, dass wir für 3 Schulen schlicht nicht genügend Schüler haben werden.

Die NRZ zitiert die stellvertretende Sprecherin unserer Fraktion, Gaby Rohr, dann auch ganz gut:

Die Entscheidung, die Realschule aufzugeben, bereitet den Grünen „immer noch Bauchschmerzen“, weil sie eine Schulform, die sich sehr bewährt habe, „nicht abstrafen“ wollten, betonte Gaby Rohr. Sie verwies auf den Elternwillen, auf den die Grünen vertrauen wollten. Diese seien es, die ihre Kinder an den Schulen anmelden.

Als PDF: 140814_NRZ_Schulausschuss

Jetzt folgend wird es eine Elternbefragung in Voerde geben, die dann die letzte Entscheidung darüber treffen wird, wie es weiter geht: Stimmen genug Eltern für die Gesamtschule, kann es an die Detailplanung gehen.

Innenstadtentwicklung Voerde – quo vadis?

Im Moment gibt es eine Reihe von Gerüchten und offenen Fragen rund um die Attraktivierung der Innenstadt Voerde. Was genau soll jetzt am Rathausplatz passieren?

Sowohl Rheinische Post als auch NRZ haben mal versucht, dem auf den Grund zu gehen – und sind ähnlich schlau wie wir in der Politik. Ist jetzt verkauft worden oder nicht? Soll jetzt eine Wohneinrichtung gebaut werden oder nicht? Welche Rolle spielt die Stadtzentrum Voerde GmbH?

Und warum legen alle Beteiligten nicht einfach mal die Karten offen auf den Tisch?

Rheinische Post:

Mit großer Skepsis begegnet die Voerder Politik den Überlegungen, am Rathausplatz Seniorenwohnungen zu errichten. “Das Projekt ist nicht schlecht, nur ist es dafür der falsche Standort”, sagte Stefan Meiners, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Aus städtebaulicher und Voerder Sicht könne man mit dieser Standortwahl nicht zufrieden sein. “Wir wollen in der Innenstadt etwas entwickeln, damit dort Leben herrscht”, sagte CDU-Fraktionschef Georg Schneider. Es gehe darum, die Attraktivität des Zentrums zu fördern, die dortige Einkaufsqualität zu erhöhen und damit weiteres Gewerbe anzulocken.

Als PDF: 140813_RP_Rathausplatz

NRZ:

In die Entwicklung der Voerder Innenstadt kommt Bewegung – allem Anschein nach aber ganz anders als der Stadt lieb ist: Anstatt neuer Einkaufsmöglichkeiten soll nach der Vorstellung der Dementa Home GmbH, die laut ihrem Geschäftsführer Marcus Gödden inzwischen Hauptanteilseignerin des dortigen Geschäfts- und Wohnhauses ist, am Marktplatz eine Senioreneinrichtung für an Demenz erkrankte Menschen entstehen.

Als PDF: 140813_NRZ_Rathausplatz

Schulentwicklung Voerde

Sowohl die Rheinische Post, als auch die NRZ haben über die Grünen in Voerde im Zusammenhang mit der Schuldiskussion berichtet:

Im Grunde bleibt jetzt abzuwarten, was die anstehende Elternbefragung für ein Ergebnis liefert. Die hierzu notwendigen Vorarbeiten laufen in der Verwaltung bereits und mit entsprechenden Drucksachen zur Umsetzung ist in Kürze zu rechnen. Und dann haben die zu entscheiden, die es wirklich betrifft: Die Eltern der Vorder Schulkinder…

Der Verkehr in Deutschland

Obwohl die Bevölkerung in Deutschland bis 2030 um vermutlich ungefähr 2 Millionen Menschen abnimmt, wird der Verkehr weiter zunehmen.

Die NRZ berichtet heute (leider nur hinter Paywall), dass allein der Autoverkehr bis 2030 um ca 10% wachsen wird – vor allem weil auch immer ältere Menschen sich damit die Mobilität sichern. Damit einher gehen neue Anforderungen an die Verkehrsplaner in Deutschland.

Deren Aufgabe wäre es eigentlich, intelligente Lösungen zu erarbeiten. Denn unsere Verkehrswege skalieren nicht mit, wenn weiter mehr motorisierter Individualverkehr auf unseren Straßen unterwegs ist. Also müssen vernetzte Lösungen her, die es erlauben Mobilität als Kombination verschiedener Fahrzeuge (Auto, Bahn, Fahrrad…) zu erleben. Dazu gehört sicher auch, dass man ein Auge auf einen Trend wirft der mit “Low Car Lifestyle” bezeichnet wird: Hierbei wird das Auto nur noch zum Transport schwerer Gegenstände oder zur Überbrückung weiter Strecken genutzt. Für das Pendeln zur Arbeit nutzt man den Zug, für den Einkauf das Fahrrad.

Verkehr ist dabei kein reines Problem des Bundes. Denn auch die Länder und vor allem die Kommunen müssen sich überlegen, wie sie mit den Anforderungen der Zukunft umgehen.

Für Voerde ist in dem Zusammenhang interessant, dass auch im Bahnverkehr massive Veränderungen zu erwarten sind. Im gleichen Zeitraum wird nach Prognosen des Bundesverkehrsministers nämlich auch der Personenbahnverkehr um immerhin 19% zunehmen. Und der Güterverkehr auf der Schiene um ganze 43 Prozent – mit Fokus auf den Transitverkehr, der sich fast verdoppeln wird.

Transitverkehr ist dabei der Güterverkehr durch Deutschland. Wer jetzt an BETUWE denkt, denkt richtig. Allerdings sind Pendler aus und nach Voerde ja jetzt schon mit vollen Zügen und durch Güterzüge verstopfte Strecken in Mitleidenschaft gezogen. Selbst wenn jetzt das Heil bringende dritte Gleis kommt, ist offensichtlich das die damit gewonnen Kapazitäten nicht ausreichen werden, in Zukunft mit den Anforderungen mitzuhalten. Ein Ausweichen auf die Straße ist nicht möglich, denn auch der LKW-Verkehr wird sich um fast 40% erhöhen.

Eine Musterlösung gibt es nicht für die Probleme, die sich abzeichnen. Das macht deutlich, wie stark das Thema Verkehr in den nächsten 15 Jahren auf die Politik durchschlagen wird. Und das auch in Voerde.

Hier sollte unser Auge also darauf liegen, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln das Beste aus der Situaiton zu machen. Das bedeutet auf der einen Seite, dass wir Voerde dahingehend attraktivieren müssen, das die Einwohnerinnen und Einwohner gerne mal ihr Auto stehen lassen – die Umwelt wird es danken, große und nicht zentral gelegene Einkaufsstätten widersprechen dem allerdings.

Und die Politik muss gemeinsam mit den anderen Städten entlang der BETUWE ihr ganze Gewicht in die Waagschale werden, um der Bahn klar zu machen, dass primär der Mensch im Vordergrund zu stehen hat, wenn es  um die Kapazitätsplanung der Strecke geht. Und das es weiterhin Verbesserungen braucht, wie z. B. die Fortsetzung der S-Bahnlinie Oberhausen-Essen bis nach Wesel, um ein umsteigefreies Pendeln auch in die Ruhrstadt zu ermöglichen.

Europaabgeordnete aus den Niederlanden und Deutschland: Nein zu Fracking in der Grenzregion

Der niederländische Wirtschaftsminister Kamp hat seine Vorstellungen
veröffentlicht, dass in den Niederlanden Schiefergas durch Fracking
gewonnen werden könnte. Er hat dabei mehrere Regionen im ganzen Land
genannt, in denen er Probebohrungen durchführen lassen möchte, darunter
auch die Grenzregionen zu Belgien und Deutschland. Obwohl sich die
niederländische Regierung offiziell bisher weder für noch gegen
Fracking ausgesprochen hat, scheint es, als würde Minister Kamp immer
noch an diese verantwortungslose Art der Energiegewinnung glauben. Die
niederländischen Grünen (Groenlinks) haben den Protest gegen die
Frackingtechnologie angeführt, und bereits über 150 niederländische
Kommunen und 8 Provinzen haben erklärt, dass sie kein Fracking in
ihrerm Gebiet wollen.

Bas Eickhout, niederländischer Europaabgeordneter (Groenlinks) erklärt
dazu: “Es ist eine Schande, dass die Niederlande sich immer noch auf
Fracking konzentrieren. Wir sind am unteren Ende in allen Ranglisten
über Erneuerbare Energien, und jetzt zeigen die Niederlande erneut ihr
fossiles Gesicht beim Fracking. Kamp behauptet, das alles würde für den
niederländischen Energiemix gebraucht, aber was wir stattdessen
tatsächlich brauchen ist eine Europäische Energieunion. Wenn Europa
endlich ein Europäisches Energienetz bauen würde, an das alle
Erneuerbaren Energieträger angeschlossen wären, bräuchte niemand mehr
die Menschen vor Ort mit der gefährlichen Frackingtechnologie zu
bedrohen.”

Sven Giegold, Grüner Europaabgeordneter aus NRW, ergänzt:
“Trinkwasserverschmutzung und die anderen gefährlichen
Umweltkonsequenzen des Frackings machen nicht an Grenzen halt. Während
in NRW der grüne Umweltminister Johannes Remmel deswegen alle weiteren
Probebohrungen für Fracking in seinem Bundesland untersagt hat, sind
die Menschen in der Grenzregion jetzt wegen der niederländischen
Entwicklung in großer Sorge. Wir Grünen auf beiden Seite der Grenze
stehen dabei gemeinsam an der Seite der örtlichen Bürgerinitiativen und
unterstützen ihren Kampf gegen diesen gefährlichen Irrweg.”

Danke Voerde!

Mit dem gestrigen Wahlausschuss sind die Kommunal- und Bürgermeisterwahlen in Voerde amtlich. Und auch, wenn sich die politische Landschaft nachhaltig verändert:

Mit weiterhin 4 Sitzen im Stadtrat, werden wir unsere Politik fortsetzen!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei all unseren Wählerinnen und Wählern, die uns mit ihren Stimmen das Vertrauen ausgesprochen haben. Die unsere bisherige Politik damit wertschätzen und uns den Auftrag geben, auch in Zukunft eine sachorientierte Politik zu machen.

Im Stadtrat vertreten werden wir zukünftig von….

  1. Stefan Meiners als Sprecher der Fraktion
  2. Gaby Rohr als stellvertretende Sprecherin
  3. Ingrid Hassmann als Geschäftsführer
  4. Michael Klenner als stellvertretendem Geschäftsführer

Die Besetzung der Ausschüsse werden wir zur konstituierenden Sitzung des Stadtrates dann ebenfalls hier bekannt geben.

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